Durch Schwächen punkten? Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

„Was sind Ihre Schwächen?“ – Eine Frage, die viele Bewerberinnen und Bewerber während des Vorstellungsgesprächs vor eine besondere Herausforderung stellt. Jeder Mensch hat Schwächen, das ist klar. Aber welche darf man nennen, ohne ein schlechtes Bild von sich selbst zu vermitteln? Wir zeigen, warum Personaler gezielt nach Schwächen fragen und was Sie bei der Beantwortung der Frage beachten sollten.

Die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch zählt zu den sogenannten Stressfragen. Sie werden eingesetzt, um die Belastbarkeit potentieller Bewerberinnen und Bewerber in Stresssituationen zu testen und diese aus der Reserve zu locken. Dahinter steckt jedoch kein böser Wille, sondern der Wunsch, einen authentischen Blick hinter die Fassade zu werfen. Personaler und Arbeitgeber möchten herausfinden, ob Sie zur Selbstreflexion fähig sind und wie ehrlich Sie mit erkannten Defiziten umgehen.

Um bestmöglich auf die Frage nach ihren Schwächen antworten zu können, sollten Sie sich im Vorfeld einige Gedanken machen. Die folgenden vier Grundregeln helfen ihnen dabei, einen positiven Eindruck bei dem Personaler zu hinterlassen:

Tatsächliche Schwächen benennen

Um authentisch zu wirken, sollte es sich um tatsächliche Schwächen ihrer Person handeln. Stehen Sie zu ihren Macken, Marotten und Mängeln. Es empfiehlt sich, kurz in sich zu gehen und sich wirklich mit der Frage auseinanderzusetzen. Vermeiden Sie Antworten wie Ungeduld oder Perfektionismus. Diese Schwächen wurden bereits so oft verwendet, dass sie jeder Personaler kennt und nicht mehr hören kann. Grundsätzlich gilt: Wer keine tatsächlichen Schwächen benennen kann, wirkt unglaubwürdig, unsympathisch und wenig reflektiert!   

Analyse der Stellenanzeige

Setzen Sie sich mit der konkreten Stellenanzeige und den darin beschriebenen Anforderungen auseinander. Die von ihnen ausgewählte Schwäche sollte keinesfalls mit den erwünschten Fähigkeiten zu tun haben oder für die Ausübung der Tätigkeit relevant sein. Niemand wird einen Fernfahrer ohne Orientierungssinn, eine unkreative Grafikerin oder einen introvertierten Verkäufer einstellen. Suchen Sie stattdessen nach sympathischen Schwächen, die Sie menschlich wirken lassen. Verlieren Sie dabei jedoch nicht den Arbeitskontext aus den Augen. Humorgeprägte Antworten wie Schokolade, Schuhe oder Hundebabys wirken im Vorstellungsgespräch deplatziert.

Einschränkungen finden

Im Vorstellungsgespräch reicht es völlig aus, eine oder maximal zwei Schwächen zu benennen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, eine tatsächliche Schwäche durch einschränkende Worte wie gelegentlich, manchmal oder hin und wieder einzuschränken und somit zu schmälern.  

Lösungen präsentieren

Am besten benennen Sie Schwächen, an denen Sie bereits arbeiten. Ein lösungsorientierter Umgang mit den eigenen Schwächen demonstriert die Fähigkeit zur Selbstreflexion und zeugt von Mut, Ehrgeiz und Lernbereitschaft.

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